Verkehrsminister Hendrik Wüst hat angekündigt, dass er den Flughafenantrag zur Betriebserweiterung bald entscheiden – wörtlich „vom Tisch haben“ – will. Es besteht die Gefahr, dass unsere Rechte dabei keine Rolle spielen werden. Daher: Schreiben Sie Verkehrsminister Wüst!

Wir haben dazu einen Flyer entwickelt, den Sie hier herunterladen und elektronisch verteilen oder ausdrucken und an Nachbarn, Freunde und Familie weitergeben können: Flyer . Ein Musterschreiben an Verkehrsminister Wüst können Sie ebenfalls herunterladen: Musteranschreiben an Verkehrsminister Wüst Weiterlesen

Der unter https://www.gruene-duesseldorf.de/koop-wirtschaft/  abrufbare Koalitionsvertrag der Düsseldorfer CDU mit den Grünen enthält aus Sicht der Bürger gegen Fluglärm wesentliche und richtige Punkte:

„Deswegen werden wir darauf hinwirken und bei unterstützenden Maßnahmen für den Flughafen darauf achten, dass diese den Flughafen langfristig auf eine nachhaltige Entwicklung und einen umweltverträglichen Betrieb hin ausrichten. Denn im Verhältnis zu anderen Verkehrsträgern hat der Luftverkehr immer noch die schlechteste Klimabilanz und trägt wesentlich zum Klimawandel bei…

Eine moderne Flughafenpolitik muss einen tragfähigen Interessensausgleich zwischen der Entwicklung des Flughafens einerseits und Gesundheits- und Umweltbedürfnissen der Bevölkerung andererseits sicherstellen. Lärm und Abgase durch Flugzeuge bedeuten erhebliche Belastungen für Menschen und Umwelt, die wir weiter stärker reduzieren wollen ….

Das geltende Nachtflugverbot muss konsequenter angewendet werden. Eine Ausweitung des Nachtflugs ist ausgeschlossen. Der Angerland-Vergleich steht nicht zur Disposition. Eine Kapazitätserweiterung ist nur im Abgleich mit dem Angerland-Vergleich möglich. Wir stehen Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Flughäfen offen gegenüber…

Diese Auffassungen sind übereinstimmende Grundlage der Kooperationsparteien für eine gemeinsam zu verantwortende Flughafenpolitik, ungeachtet von grundsätzlich unterschiedlichen Positionen zur Frage des Flughafenausbaus.“

Hervorzuheben sind die für die Anwohner auch in den umliegenden Städten von Essen bis Mönchengladbach und Krefeld wichtigen Punkte

  • einer dringend notwendigen Reduzierung der Nachtflüge. Selbst in Corona-Zeiten schaffen es einige Airlines, nach 23 Uhr zu landen, weil sie wieder einmal zu knapp geplant hatten. Nach wie vor unbeantwortet ist die Frage, warum nicht jeder Start nach 22 Uhr und jede Landung nach 23 Uhr die Luftaufsicht um Erlaubnis fragen muss? Gibt es einen akzeptablen Grund, wird die Erlaubnis erteilt, ist es hingegen eine zu knappe Planung wird sie verweigert. Mittelfristig muss an diesem stadtnahen Flughafen um 22 Uhr bis 6 Uhr, am Wochenende bis 7 Uhr, absolute Ruhe herrschen. Warum auch sollte der Flughafen nicht mit 16 Stunden Betriebszeit auskommen?
  • einer Reduzierung von extrem klimaschädlichen Kurzstreckenfügen, v.a. wenn diese in ganz NRW-schadender Konkurrenz zu anderen Flughäfen stattfinden, wie z.B. die rund 40 (!) Starts von DUS und Köln/Bonn nach München, pro Tag! Alle Umweltschäden müssen in Ticketpreise eingerechnet werden, Sozial- und Umweltdumping unterbunden werden. Was nicht verboten werden kann und soll muss so teure Gebühren kosten, dass es wirtschaftlich eben nicht mehr lohnt. Flugtickets zum halben Preis der Bahnverbindung und/oder des Parkhauses am Airport dürfen nicht sein!
  • einer gewissenhaften Untersuchung aller Umweltfolgen, von Grundwasser-Verschmutzung durch PFT oder glykolhaltiger Enteisungsmittel, von Schadstoffen wie ultrafeinen Partikeln, Feinstaub und anderen Abgasrückständen. Absolute Transparenz von Lärm- und Abgasmesswerten, die bisher leider nur vom Verursacher selbst erhoben werden.

Darüber hinaus muss sich die eine Hälfte der Verhandlungspartner wieder einmal fragen lassen, mit welcher Bedarfsbegründung sie denn den „weiteren Ausbau“ dieses lange an seine Umweltkapazitäten gestoßenen Flughafens vorantreiben will? Und was soll der x-ste Flug zu einem Warmwasserziel denn nutzen? Nahezu alle wirtschaftlich bedeutsamen Flughäfen der Welt sind direkt oder mit einmal Umsteigen von DUS aus erreichbar. Und die in den Job-Wundermärchen mitgezählten Mitarbeiter im Airport-Büropark können auch an anderer Stelle arbeiten. Somit sind Zahlen jenseits der 20.000 sowieso reine Phantasie.

Auf dem Luftverkehrsgipfel am Freitag wurden zwar keine konkreten Hilfen beschlossen, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) plant aber Milliardenhilfen für den Luftverkehr. Konkrete Pläne gibt es noch nicht, genauso wenig wie einen politischen Konsens. Aus Sicht der BÜRGER GEGN FLUGLÄRM, Steuerzahlern sowie Fluglärm- und Abgas-Betroffenen, gilt: Wer Steuermilliarden ausgibt, muss Folgendes beachten:

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hat in einem „unfreiwilligen Feldversuch“ festgestellt, dass die Belastung durch Ultrafeine Partikel (UFP, auch Ultrafeinstaub genannt) nach dem starken Rückgang der Flugbewegungen am Flughafen Frankfurt je nach Windrichtung vom Flughafen zum Teil erheblich zurück gegangen ist. Das dürfte auch für Düsseldorf gelten.

Am 12. Oktober startete eine Chartermaschine der Ryanair vor 6:00 Uhr am Flughafen Düsseldorf. Dies ist nach der Betriebsgenehmigung, den Nachtflugbestimmungen und aufgrund des sog. Angerlandvergleiches nicht erlaubt. Es wurde auch keine Ausnahmegenehmigung erteilt. Eigentlich ist es ja recht ruhig rund um den Flughafen Düsseldorf.

Gemeinsam mit den Fluglärminitiativen rund um den Flughafen Düsseldorf fordern die Bürger gegen Fluglärm den Verkehrsminister in einem Brief auf, eine Kreditsicherung eines 250 Mio. € Kredits an konkrete Bedingungen zu knüpfen. In einem Schreiben an den Minister fordern sie Maßnahmen, die dem begonnenen Strukturwandel im Luftverkehr Rechnung tragen. Die „Auflage“ des Ministeriums, in den […]

Die Bürger gegen Fluglärm verstärken ihre Öffentlichkeitsarbeit mit einem neuen Facebook-Auftritt. Neben der Homepage sollen auch dort aktuelle Ereignisse, Veranstaltungen, Positionen und Analysen des Vereins veröffentlicht werden.

Verzweifelt hält der Flughafen Düsseldorf an seinen Ausbauplänen fest. Dabei hätte schon vor Corona eine moderate Straffung der innerdeutschen Flüge völlig ausgereicht, um neuen Airlines, i.d.R. sind dies Billigflieger, slots anbieten zu können. Nun versetzt ausgerechnet der Flughafen-Verband ADV den hochfliegenden Plänen den Todesstoß: In einer Stellungnahme zu einem Landtagsantrag „Stärkungspaket Luftverkehr“ schreibt der ADV:

Seit Jahren arbeiten der Flughafen Düsseldorf, die Deutsche Flugsicherung und das Verkehrsministerium des Landes NRW intensiv daran, die Kapazität des Flughafens über das aktuell mögliche hinaus auszuweiten. Das belegt ein Gutachten der Flugsicherung aus dem Jahre 2011. Und das Ministerium „berät“ den Flughafen dabei, wie eine Akteneinsicht der Bürger gegen Fluglärm zu Tage brachte.

Trotz der durch die Corona-Vorschriften stark eingeschränkten Beteiligungsmöglichkeiten haben die Bürger-Initiativen und die Anlieger-Kommunen von Essen bis Mönchengladbach die Zahl der Einwendungen gegen den erneuten Flughafen-Ausbau auf über 50.000 Einwendungen steigern können. Auch die Gutachter und Rechtsanwälte des Städtebündnisses kamen zu dem einhelligen Schluss, dass der Antrag, der schon vor Corona „abweisungsreif“ war, nun endgültig […]

Jeder betroffene Bürger kann noch Einwendungen gegen die Betriebserweiterung des Flughafens Düsseldorf einreichen. Am schnellsten geht das in einer Unterschriftenliste, die heruntergeladen werden kann (Link siehe unten). Die Bürger gegen Fluglärm weisen aus gegebenem Anlass darauf hin, dass einfache eMails nicht als Einwendung zählen. Leider müssen die Unterschriften im Original vorliegen, die Listen müssen daher […]

Städte gegen Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf Letzte Änderung: 20.06.2020 Der Rat der Stadt Essen hat sich mit großer Mehrheit gegen eine Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf ausgesprochen und bekräftigt damit seinen Beschluss vom 27. April 2016. Auch die Stadt Meerbusch hat am  18. Juni einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die Bürger gegen Fluglärm begrüßen diese klaren Statements […]

Mostofizadeh: Kapazitätserweiterung am Flughafen Düsseldorf ökologisch nicht vertretbar – Neuregelung der Entgeltordnung darf nicht aufgeschoben werden

 

Trotz Corona lässt der Flughafen weitere Gutachten auslegen, um seine Erweiterungspläne durchzusetzen. Gleichzeitig hat der Flughafen Düsseldorf entschieden, die seit dem Januar 2018 geltende Entgeltordnung, in der auch die lärmabhängigen Start- und Landeentgelte geregelt werden, auf unbestimmte Zeit fortzuschreiben. Verbesserungen im Lärmschutz werden damit verhindert. Das zeigt, wes Geistes Kind der Flughafen ist.

Dazu Mehrdad Mostofizadeh MdL, stellv. Fraktionsvorsitzender der Grünen-Landtagsfraktion NRW und Essener OB-Kandidat in einer Pressemitteilung:

„Es ist völlig unverständlich, warum Verkehrsminister Hendrik Wüst das Verfahren zur Kapazitätserweiterung für den Flughafen Düsseldorf in Zeiten der Pandemie vorantreibt. Aufgrund der coronabedingten Einschränkungen sind Einsichtnahmen in die Antragsunterlagen im Rathaus und das Sammeln von Unterschriften gegen die Pläne massiv erschwert.

Gleichzeitig bricht der Minister sein Versprechen, sich für ambitionierte Anreize für den Einsatz von leiseren Flugzeugen einzusetzen, wenn er die Ende des Jahres auslaufende Entgeltregelung fortlaufen lässt. Lärm- und tageszeitabhängige Start- und Landeentgelte sind ein zentrales Instrument gegen nächtlichen Fluglärm. Die derzeitige Entgeltregelung stammt aus dem Jahr 2017 und muss dringend überarbeitet werden. Eine stärkere lärmabhängige Spreizung der Landeentgelte gehört auch zu einem noch nicht eingelösten Versprechen der schwarz-gelben Landesregierung.

Auch wenn die Pandemie den Luftverkehr nahezu zum Erliegen gebracht hat. Die jetzige Zeit sollte vielmehr für eine klimagerechtere und gesundheitlich verträglichere Mobilität genutzt werden. Da passt eine Ausweitung des Flugverkehrs noch weniger in die Zeit. Die geplante Erhöhung der Zahl der Flugbewegungen von 47 auf 60 pro Stunde sorgt dagegen für künftige zusätzliche nächtliche Verspätungen. Eine Ausweitung des Flugbetriebes ist auch wegen der besonderen Klimaschädlichkeit des Fliegens abzulehnen. Immerhin wurden große Ausbauvorhaben an den Flughäfen in London und Wien aus Klimaschutzgründen gestoppt.“

Obwohl das Planfeststellungsverfahren zur Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf seit 5 Jahren läuft und trotz aller Appelle an Verkehrsminister Wüst, das Verfahren zum jetzigen Zeitpunkt auszusetzen, werden bis zum 12. Juni ergänzende und geänderte Unterlagen für eine Öffentlichkeitsbeteiligung ausgelegt. Die Bürger gegen Fluglärm (BgF) protestieren energisch gegen ein Durchpeitschen ohne breite Diskussion, denn diese ist vor […]

Inzwischen haben die Städte rund um den Flughafen trotz Corona die Offenlegung ergänzender und geänderter Unterlagen zum Planfeststellungsantrag des Flughafens Düsseldorf in ihren Amtsblättern offiziell angekündigt, teilweise unter Protest (wie die Stadt Meerbusch), teilweise unter weiteren Einschränkungen (wie die Stadt Essen, Einsichtnahme nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung). Wie bereits mehrfach ausgeführt (siehe BgF beantragt, die […]

Alle Appelle an Verkehrsminister Wüst, das Planfeststellungsverfahren zur Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf zum jetzigen Zeitpunkt auszusetzen, haben bisher nicht gefruchtet. Jetzt haben die Bürger gegen Fluglärm ihren Rechtsanwalt eingeschaltet und offiziell beantragt, den Antrag abzulehnen, zumindest aber das Verfahren auszusetzen, bis die Auswirkungen der aktuellen Corona-Krise auf die Zukunft des Luftverkehrs und des Flughafens Düsseldorf […]

Das Verkehrsministerium NRW plant ab 4. Mai die öffentliche Auslegung neuer Gutachten im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für die Erweiterung des Flughafens Düsseldorf. Aus Sicht der Fluglärmgegner muss der Antrag aber vollständig abgelehnt werden.

Ein Artikel des Branchen-Magazins „Airliners“ mit einem Interview des Lärmschutz-Chefs der Berliner Flughäfen Kai Johannsen enthüllt:  Das von den Airlines auch in Düsseldorf klammheimlich eingeführte Flachstartverfahren macht mehr Lärm als nötig. Die Mehrkosten eines steileren Starts (NADP1, so wie von der Fluglärmkommission auf Antrag der Stadt Meerbusch empfohlen und von der Bundesvereinigung gegen Fluglärm massiv […]

In den Nachtflugbeschränkungen des Flughafens Düsseldorf steht eindeutig: „Planmäßige Landungen sind in der Zeit von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr Ortszeit unzulässig.“ (Punkt 4.3 der Nachtflugbeschränkungen). Lediglich verspätete Landungen dürfen bis 23:30 Uhr bzw. 24:00 Uhr bei sog. „Homebase-Carriern“ noch stattfinden. Dennoch gibt es Flüge, die regelmäßig nach 23:00 Uhr landen. So fällt seit seit […]

Die Landeentgelt-Regelung am Flughafen Düsseldorf läuft am Ende des Jahres aus. Sie hatte bei der Festlegung 2017 für erhebliche Kritik gesorgt, weil sie Steuerungsmechanismen zum Fluglärm zu wenig berücksichtigte. Im Vorfeld einer Neufestlegung hatte die Landtagsfraktion der Grünen eine lobenswerte kleine Anfrage an die Landesregierung gerichtet, was die Landesregierung gemäß ihrem Koalitionsvertag zur stärkeren Spreizung […]

Die Besucher der Jahreshauptversammlung der Bürger gegen Fluglärm, mit rd. 6.500 Mitgliedern einer der größten Umweltvereine Deutschlands, brachte den zahlreichen Besuchern viele Anregungen, ihre bereits abgegebenen Einwände gegen den Flughafen-Antrag auf 60 Starts und Landungen pro Stunde zu vertiefen. Lt. BgF-Chef Christoph Lange könne jeder, der bereits auf Listen oder auch individuell Einwendungen erhoben habe, […]

Einige CDU-Politiker fordern eine Beschleunigung bei der Planung und Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen: WAZ: CDU will Verbandsklagerecht einschränken Was auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen mag entpuppt sich als Eingriff in die Grundrechte der Betroffenen und soll offenbar nur dazu dienen, die immer krassere Nichtbeachtung von Umweltstandards bei Neu- und Ausbaumaßnahmen zu kaschieren.

Die Bürger gegen Fluglärm laden ihre Mitglieder, aber auch interessierte Nichtmitglieder, zu ihrer Jahreshauptversammlung am Donnerstag, den 7. November um 19:00 Uhr im Gasthaus Krone Moerser Str. 12 40667 Meerbusch-Büderich ein.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), Germanwatch, der ökologischer Verkehrsclub VCD, WWF Deutschland sowie der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) haben sich an die Öffentlichkeit sowie an die Bundespolitik mit dem beigefügten Forderungspapier zum Klimaschutz im Luftverkehr gewandt:

Die „positive Bilanz“, die der Flughafen Düsseldorf in einer Pressemitteilung zum Ende der Sommerferien gezogen hat, sehen die Bürger gegen Fluglärm eher kritisch. Es wird tatsächlich wieder mehr geflogen als im vergangenen Sommer, als nach der Air-Berlin-Pleite die Flüge zurückgingen. So zählten die Statistiker der Bürger gegen Fluglärm in den drei SommermonatenJuni, Juli und August […]