Aktueller Stand des Planfeststellungsverfahrens

Auch nach den ergänzten und geänderten Unterlagen bleiben viele Fragen offen. Nach wie vor fehlen folgende Unterlagen:

  • Verkehrsprognose
  • Bedarfsnachweis (auch bzgl. Corona-Effekten)
  • Klimaverträglichkeitsprüfung
  • Verbesserung der Grund- und Fließgewässe-
    Qualität nach EU-Recht
  • Gutachten zur Belastung durch Ultrafeinstaub
  • Risiko-Gutachten (+30% in Spitzenstunden)

Grob fehlerhaft und/oder unvollständig sind aus unserer Sicht folgende Gutachten:

  • Hochwasserschutz Kittelbach
  • Belastung durch Stickstoffdioxid
  • Lärmbelastung durch +30% in Spitzenstunden
  • Erwartete Explosion der Nachtverspätungen
  • Abbau der PFT-Belastungen
  • Keine weitere Grundwasserverschmutzung durch Enteisungsmittel (u.a. Glykol)

Ein weiterer Kritikpunkt war, dass durch die Corona-Krise und die dramatischen Auswirkungen auf den Luftverkehr die bisherigen Prognosen und Annahmen über die weitere Entwicklung vollkommen veraltet sind. Der Flughafen hat offensichtlich inzwischen ein Gutachten vorgelegt, in dem die Corona-Auswirkungen analysiert wurden. Dieses Gutachten ist bisher nicht veröffentlicht. Der Flughafen hält aber auf der Grundlage dieses Gutachtens an seinem Antrag fest.

Verkehrsminister Wüst will laut Gruppenleiter Luftverkehr das Planfeststellungsverfahren abschließen. Neu dabei ist, dass keine weiteren Gutachten angefordert werden sollen, sondern nach Aktenlage entschieden werden soll. Trotz der oben genannten fehlenden  und grob fehlerhaften oder unvollständigen Gutachten, insbesondere zum Bedarfsnachweis und zur Klimaverträglichkeitsprüfung.

Weitere Details folgen.

Verwiesen sei auf die Präsentation bei der Jahreshauptversammlung:

Aktueller Stand des PFV