Die Flugbewegungen am Flughafen Düsseldorf nehmen zwar saisonbedingt weiterhin zu, im Grunde passiert aber immer noch nicht viel. Die Zuwachsrate lag im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat bei +2,5%. Das ist die geringste Zuwachsrate gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat in diesem Jahr. Die Lücke gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 beträgt -29%. Es ist auch nicht erkennbar, dass sich der Luftverkehr in Düsseldorf kurzfristig erholen würde. Das hat Gründe.

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Die Flugbewegungen am Flughafen Düsseldorf nehmen zwar saisonbedingt zu, im Grunde passiert aber nicht viel. Die Zuwachsraten lagen im April sind im Ver-
gleich zum Vorjahresmonat bei +5,6%. Damit ist sie sogar geringer als im 1. Quartal (+11%). Es sind immer noch deutlich weniger Flugbewegungen als vor Corona im Jahre 2019, und es ist auch nicht erkennbar, dass sich der Luftverkehr in Düsseldorf erholen würde.

Zum Jahresbeginn gab es gegenüber dem Vorjahr zwar wieder deutliche Zuwachsraten, aber es sind immer noch deutlich weniger Flugbewegungen als im gleichen Zeitraum vor Corona im Jahre 2019. Im Durchschnitt über die drei Monate Januar bis März fehlen in 2024 gegenüber 2019 noch 42%. Es ist klar erkennbar, dass sich die Struktur des Luftverkehrs in Düsseldorf dauerhaft stark verändert hat.

Aufgrund der schwachen Auslastung halten sich die Verspätungen im 1. Quartal in Grenzen. Ob das auch im Sommer so bleibt, muss abgewartet werden. Details finden Sie im Download.

Die Bürger gegen Fluglärm monitoren seit Jahren die Flugbewegungen am Flughafen Düsseldorf und werten diese aus. Als Grundlage dienen im Wesentlichen die veröffentlichten Starts und Landungen des Flughafens selbst, ergänzt um weitere frei zugängliche oder zur Verfügung gestellte Daten. Von Seiten des Flughafens wird immer wieder bestritten, dass die Daten richtig sind. Im Folgenden werden hier die Erhebungsmethodik beschrieben und die Zahlen mit offiziellen Statistiken verglichen werden. Es wird klar belegt, dass die Auswertungen der Bürger gegen Fluglärm immer geringfügig unter den offiziellen gesamten Starts und Landungen liegen, weil sie nur die veröffentlichten Flüge enthalten, die ziemlich genau mit den Linien- und Charterflügen übereinstimmen.

In den für die Betriebsgenehmigung und Lärmbewergungen wichtigen 6 verkehrsreichsten Monaten 2023 (Mai bis Oktober) hat der Flugverkehr gegenüber dem Vorjahr zwar weiter etwas zugenommen, er bleibt aber weiterhin deutlich hinter dem Vor-Corona-Zeitbereich (hier: 2019) um -28% zurück.
Nicht ganz so deutlich haben die Nachtflüge abgenommen. Gegenüber 2019 sind die Landungen nach 22 Uhr nur um 14% geringer, genauso wie die verspäteten Nachtflüge nach 23 Uhr. Bei den sehr späten Nachtlandungen nach 23:30 Uhr gab es sogar ein Anstieg um +27%. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr relativiert sich damit erheblich. Die Nachtflüge müssen zwingend weiter reduziert werden.

Der Oktober 2023 zeigt im Vergleich zu den Vormonaten weiterhin eine nahezu gleichbleibende Anzahl an Flugbewegungen. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres waren es +11,5% mehr Flugbewegungen, aber im Vergleich zum Vergleichsmonat im Vor-Corona-Jahr 2019 bleibt eine Lücke von -29%.

Auch wenn die Verspätungen im Oktober zurückgegangen sind, ist die Anzahl der Nachtflüge immer noch zu hoch. Es gab nur drei „regelgerechte Nächte“ ohne Starts nach 22 Uhr und Landungen nach 23 Uhr.

Die Entwicklung der letzten Monate setzte sich im September weitgehend fort. Die Gesamt-Flugbewegungen sind auf dem gleichen Niveau wie im August, zur Vor-Corona-Zeit fehlen weiterhin rd. ein Viertel der Flüge, und die Nachtflüge sind weiterhin inakzeptabel hoch, wenn auch absolut gesehen im Vergleich zum August etwas gesunken.

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Im August 2023 scheint der saisonale Höhepunkt erreicht zu sein. Die Anzahl der Flugbewegungen gegenüber Juli ist nur noch minimal gestiegen. Auch im Vergleich zum August des Vorjahres waren es weig mehr Flugbewegungen und im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 deutlich weniger.

Die verspäteten Nachtflüge nach 23 Uhr bleiben unerträglich hoch: Durchschnittlich 6,5 Landungen nach 23 Uhr. Das sind ähnlich viele wie im Vor-Corona-Jahr 2019 und sogar mehr als im Vorjahresmonat. Der Flughafen und die Fluggesellschaften machen da weiter, wo sie vor Corona  aufgehört haben.

Im Juli 2023 sind die Flugbewegungen gegenüber Juni gestiegen, jedoch weniger als saisonal eigentlich üblich. Wir sind jetzt bei 72% des Vor-Corona-Jahres 2019.
Die verspäteten Nachtflüge nach 23 Uhr sind im Juli noch einmal deutlich angestiegen. Sie sind zwar geringer als im Juli des Vorjahres (das Abfertigungs-Chaos hat sich in dieser Form nicht wiederholt), sie liegen aber – trotz des Gesamtniveaus von nur 72% – über den Werten des Vor-Corona-Jahres 2019. Der Flughafen und die Fluggesellschaften machen da weiter, wo sie vor Corona aufgehört haben. Hinzu kommen auch einige Starts und Landungen, die einer Sondergenehmigung bedurften.
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Im April 2023 sind die Flugbewegungen zwar gegenüber März saisonal bedingt deutlich gestiegen, gegenüber dem Vorjahr gab es aber nur einen geringen Zu-wachs. Es scheint, als würde die Nach-Corona-Erholung stocken.
Bei den verspäteten Nachtflügen nach 23 Uhr sieht es dagegen nicht so gut aus. Diese haben das Vor-Corona-Niveau bereits wieder deutlich überschritten.
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Im 1. Quartal 2023 sind die Flugbewegungen gegenüber dem Vorjahr zwar ge-stiegen, sie erreichen aber bei weitem noch nicht das Vor-Corona-Niveau. Mehr dazu weiter unten.
Die Nachtflüge liegen zwar im 1. Quartal auf vergleichsweise moderatem Niveau, aber es ist abzusehen, dass sie in diesem Jahr wieder stark steigen. Von einer Entspannung ist jedenfalls aktuell noch überhaupt nichts zu sehen, im Gegenteil. Details ebenfalls weiter unten.

Im November und Dezember waren die Flugbewegungen erstaunlich schwach. Gegenüber dem Vorjahr gab es nur noch relativ geringe Zuwachsraten, aber im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr sind die Fehlmengen wieder erheblich gestiegen.

Im Jahre 2022 insgesamt und insbesondere ab dem Frühjahr war der zunehmende Reiseverkehr deutlich zu spüren. Der Flughafen war aber logistisch nicht auf den Ansturm vorbereitet, so dass es stellenweise chaotische Verhältnisse in der Abfertigung gab.

Die Anzahl der Flugbewegungen im Oktober ist im Vergleich zum September nicht gestiegen, wie sonst üblich, weil der Monat um einen Tag länger ist und aufgrund des Reiseverkehrs in den Herbstferien, sondern ist leicht gesunken. Auch die Verspätungssituation hat sich etwas verbessert, trotzdem wurden an 26 von 31 Nächten noch Landungen nach 23 Uhr registriert, was eigentlich nur „ausnahmsweise“ vorgesehen ist.

Hinzu kommt, dass die sensibelsten Stunden des Tages – der frühe morgen und der späte Abend bzw. die erste Nachtstunde – für die Anwohner die lautesten Stunden sind, je nach dem ob sie unter der Startrichtung oder der Landerichtung wohnen. Insbesondere die Nachtstunde ist gesetzlich besonders geschützt. Dass sie die lauteste Stunde für die Landerichtung ist, widerspricht allen Lärmschutzbestimmgungen und ist ein Skandal.

Bei wenig Veränderungen in der Gesamtverkehrsmenge haben die Verspätungen und die Nachtflüge wieder zugenommen. Obwohl die Gesamtmenge nur bei 68% des Vor-Corona-Niveaus liegt, haben die Verspätungen dieses teilweise schon wieder  überschritten. Die Situation muss – im Interesse aller Beteiligten – dringend entschärft werden.

Obwohl die Anzahl der Flugbewegungen im August leicht angestiegen ist (+6%), hat sich die Verspätungssituation etwas verbessert. Das ist im August aber häufiger so, also eher saisonal bedingt.

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Obwohl nach wie vor nur rd. 65% der Flugbewegungen im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit stattfinden, herrscht am Flughafen Düsseldorf nach wie vor erhebliches Chaos mit entsprechenden Auswirkungen auf Verspätungen, insbesondere in die Nacht hinein. Die Starts nach 22 Uhr (eigentlich verboten) haben den höchsten Wert seit über 10 Jahren erreicht, und auch die Nachtlandungen sind weiterhin auf unzumutbar hohem Niveau.

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