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    Sie sind hier: Startseite1 / Allgemeine News2 / Information3 / Unverschämte Forderungen der Luftverkehrs-Lobby / Politik gibt nach
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    Aktualisierung 16.11.2025

    Unsinniges Steuergeschenk an die Luftverkehrslobby

    Jetzt hat die Bundesregierung der Luftverkehrslobby tatsächlich nachgegeben: Die Luftverkehrsabgabe wird gesenkt.

    Neben allen Umweltverbänden und den Grünen lehnt auch die Bundesvereinigung gegen Fluglärm dieses unsinnige Steuergeschenk und ökologisch fatales Zeichen ab.

    Pressemitteilung der BVF: Senkung der Luftverkehrssteuer: Unsinniges Steuergeschenk

    Dieser Stellungnahme schließen sich auch die Bürger gegen Fluglärm an.

    Weitere Hintergründe z.B. hier:

    https://www.airliners.de/schwarz-rot-ticketsteuer-luftverkehr/84326

    https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/koalitionsausschuss-ticketsteuer-industriestrompreis-100.html

    Aktualisierung Medien- und Politikinfo 03.11.2025

    Verkehrsministerkonferenz fällt auf Erpressungsversuche der Luftverkehrslobby herein

    Der Branchendienst Airliners feiert den Beschluss der Länder-Verkehrsministerkonferenz:

    Dem Gremium unter Vorsitz des bayerischen Verkehrsministers Christian Bernreither (CSU) gehören je 4  Minister/innen der CDU/CSU, der SPD und der Grünen sowie weitere 4 Minister/innen von FDP, BSW und parteilos an. Den stv. Vorsitz hat, nachdem Oliver Krischer (Grüne, NRW) zuvor Vorsitzender war nun mit Winfried Hermann ein weiterer Grüne inne.

    Umso  erstaunlicher, dass das Gremium auf die plumpen Erpressungsversuche der Luftverkehrs-Wirtschaft hereinfällt.  Durch eine Senkung der innerdeutschen Luftverkehrssteuer um exakt 3,05 € wird kein einziger Inlandsflug wieder aufgenommen, im Gegenteil, die auf den meisten Strecken konkurrenzlose Eurowings/Lufthansa wird weitere Strecken-Kürzungen vornehmen, und zwar einzig und allein, weil sie nicht rentabel sind. Die Strategie der Luftverkehrs-Lobby ist durchsichtig: so kann man einen Schuldigen präsentieren, und nebenbei noch etwas mehr Profit herausschlagen, weil nahezu alle (!) Steuern und Gebühren eins zu eins an die Passagiere weitergegeben werden.

    Da  nutzt es auch nichts, wenn ein Gutachten feststellt, dass die Gebühren nicht die Ursache für die Strecken-Streichungen sind. Dieses Gutachten kommt ja von der „falschen“ Seite, die haben keine Ahnung….

    https://www.transportenvironment.org/te-deutschland/articles/standortkosten-beeinflussen-passagierzahlen-nur-begrenzt

    Dumm nur, dass  das  Deutsche Zentrum für  Luft- und Raumfahrt  (DLR), also die „richtige, die gute Seite“  in einer Studie zu einem ähnlichen Ergebnis kommt

    https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2025/dlr-erstellt-studie-zu-standortkosten-im-luftverkehr

    Angehängt die letzten Medien-Infos der Bürger gegen Fluglärm.  Auch wenn das wieder die „falsche Seite“ sein sollte, Lesen schadet ja nicht..

    Medien- und Politikinfo 25.09.2025

    Unverschämte Forderungen der Luftverkehrs-Lobby

    Die Luftverkehrslobby wird immer dreister: Die Erhöhung der Luftverkehrssteuer – ein Ersatz für eine fehlende Besteuerung von Kerosin – wird nicht, wie ursprünglich von der schwarz-roten Koalition vorgesehen, für innerdeutsche Flüge  15,53 € wieder auf 12,48 € gesenkt, also um ganze 3,05 Euro. Jetzt reiht sich auch Lufthansa in die Jammer-Gesänge und drohen mit weiteren Streichungen und Kürzungen von Verbindungen, wie das Online-Portal ‚Airliners‘ berichtet.

    Dabei kann Lufthansa als Monopolist für innerdeutsche Flüge die Ticketsteuer eins zu eins an die Kunden weitergegeben, die Erhöhung kann also gar nicht die Gewinne schmälern. Warum also dieses Geschrei und die gewohnt durchsichtigen Erpressungsversuche?

    Weil ein innerdeutsches Ticket um 3 Euro teurer wird? Die Wahrheit ist leicht erkennbar: weil die Airlines nicht mehr mit extrem billigen Preisen Kunden anlocken können. Oft genug ist die Bahn oder der Bus die schnellere Alternative, so braucht man zwar per ICE gut 4 Stunden von Düsseldorf bis Berlin, ist aber im Zentrum und muss nicht Stunden beim Check-In oder bei der Gepäckausgabe warten.

    Vor Corona konnte dies die Luftverkehrs-Wirtschaft ausgleichen, indem die Tickets weit günstiger als bei der Bahn angeboten wurden. Das klappt noch immer, aber eben nicht mehr so gut wie zuvor. Da tun die 3 Euro dann schon mal weh.

    Was würde die Kerosinsteuer dem Staat einbringen? Nimmt man einen Bespielflug von Düsseldorf nach Berlin mit 100 Passagieren, so beträgt die Ticketsteuer 1.553 €. Verbraucht der Jet im Kurzstreckenflug z.B. 5 Liter je Passagier pro 100km, dann wären dies rd. 27 Liter pro Fluggast, also 2700 Liter Kerosin. Würde Kerosin analog zu Kfz-Kraftstoff besteuert, so müssten etwa 60 cts je Liter, also 1.620 € an den Staat abgeführt werden.

    Gejammert wird weiterhin über die Gebühren für die Luftsicherheit. Auch diese werden den Kunden weitergegeben. Es geht also letzten Endes nur darum, dass die Airlines jammern, weil sie nicht mehr die Tickets für „ein Appel und ein Ei“ verscherbeln und somit die Nachfrage künstlich anheizen können. Dies aber ist angesichts der in der Fliegerei weit größeren Umweltbelastung mit Abgasen und Lärm eine sinnvolle Lenkungspolitik.

    Statt dessen könnte die Luftverkehrsabgabe durchaus noch weiter erhöht werden, wenn Familien einen sozialen Ausgleich bekämen, denn die sind mit den unverschämt hohen Preisen in den Ferien ohnehin stark belastet. Vielflieger können sich die Ticketpreise in jedem Fall leisten.

    Zum Airliners-Artikel:

    https://www.airliners.de/lufthansa-kuendigt-innerdeutsche-streckenstreichungen/83272

    Weitere Hintergründe zu angeblich zu hohen Kosten:

    • Zweites Gutachten bestätigt: Standortkosten nicht Ursache für schwächelnden Luftverkehr

    • Luftverkehrslobby jammert über hohe Kosten – aber stimmt das?

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