Erweiterungsverfahren des Flughafens Düsseldorf

Der Flughafen Düsseldorf hatte zuerst am 16. Februar 2015 einen Antrag auf Erweiterung der Betriebsgenehmigung gestellt. Dieser wurde von der Genehmigungsbehörde (Verkehrsministerium NRW) zur Nachbesserung zurückgegeben und am 29. Februar 2016 erneut gestellt.

Vom 4. Mai bis 12. Juni 2020 werden weitere Gutachten offengelegt , die das Verkehrsministerium nach der ersten Öffentlichkeitsbeteiligung mit über 40.000 Einwendungen nachgefordert hat. Es besteht dann bis zum 26. Juni (Posteingang) die Möglichkeit, neue Einwendungen zum Verfahren zu erheben.

Die ergänzten und geänderten Unterlagen werden in den umliegenden Städten öffentlich ausgelegt, können aber ab dem 4. Mai auch hier heruntergeladen werden:

Unterlagen zu ergänzten und geänderten Unterlagen (Verkehrsministerium)

Hinweise, wie Sie eine Einwendung erheben können sowie auch Mustereinwendungen finden Sie hier:

Mit dem Antrag auf Kapazitätserweiterung ist ein umfangreiches Planfeststellungsverfahren verbunden, das mit der erneuten Offenlegung zum Teil wiederholt wird. Das gesamte Verfahren soll an dieser Stelle aber nicht vollständig wiedergegeben werden. Der ursprüngliche, vollständige Antrag kann auf der Flughafen-Homepage eingesehen werden: Antragsunterlagen

Gegen den Antrag des Flughafens konnten wir mit allen Initiativen über 40.000 Einwendungen sammeln, rd. 70% stammen von BgF. Auch der Schulterschluss mit allen 10 Anlieger-Kommunen und der Auftritt unseres Rechtsanwaltes Prof. Karsten Sommer aus Berlin zeigen der Landesregierung und den Behörden die Stärke der Gegenwehr.

Darauf musste das Verkehrsministerium in vier sog. „Aufklärungsschreiben“ den Flughafen auffordern, weitere Fragen zu beantworten und Gutachten beizubringen. Diese sollen zwischen dem 4. Mai und 12. Juni 2020 in verschiedenen Kommunen offengelegt werden. Wegen der Corona-Krise haben wir gegen die Offenlegung sowie die weitere Forcierung des Antrages zum diesem Zeitpunkt heftig protestiert und darüber hinaus beantragt, den Antrag aufgrund der unabsehbaren Folgen abzulehnen oder zumindest auszusetzen.
(siehe BgF beantragen, den Erweiterungsantrag abzulehnen)

Unter dem Eindruck der 40.000 Einwendungen hatte der Minister angekündigt, dass vor 2022 keine Entscheidung ergehen werde. Das ist sicherlich auch unser Erfolg. Vielen Dank daher allen Unterstützern.

Mit der erneuten Offenlegung haben wir – trotz aller aktuellen Widrigkeiten – die Chance, erneut unsere Sichtweise vorzutragen und dem Minister klar zu machen, dass eine Flughafenerweiterung in absehbarer Zeit kontraproduktiv ist.

Hinweise, wie Sie eine Einwendung erheben können sowie auch Mustereinwendungen finden Sie hier:

Auf den folgenden Seiten soll auf verständliche Weise aufgezeigt werden, was der Flughafen tatsächlich will und was das für die Anwohner bedeuten würde – wenn der Antrag denn genehmigt würde.