Am Flughafen Düsseldorf wurden im September +3,4% mehr Starts und Landungen registriert als ein Jahr zuvor. Damit wurden die Rückgänge im vergangenen Jahr wieder ausgeglichen.

Die Nachtflüge haben zwar gegenüber den „Horror-„Jahren 2018 und 2017 etwas abgenommen, dennoch landen nach wie vor durchschnittlich rd. 7 Flugzeuge pro Nacht nach 23 Uhr und die Nachtstunde 22-23 Uhr ist für Anwohner unter dem Landeanflug nach wie vor die lauteste Stunde des gesamten Tages. Eigentlich ein Skandal, und für Jubelmeldungen des Flughafens kein Anlass (siehe Medien-Info des Flughafens, die unreflektiert von der Rheinischen Post übernommen wird)

Details in bereitstehender PDF-Datei.

Am Flughafen Düsseldorf wurden im August +1,5% Flugbewegungen mehr registriert als im Vorjahresmonat. In den Sommermonaten Juni, Juli und August insgesamt waren es +3,3%. Weiterhin werden pro Nacht mit über 40 Landungen nach 22 Uhr die eigentlich zulässigen 33 Flugbewegungen bei weitem Überschritten, und nahezu jede Nacht ist auch um 23 Uhr noch nicht Schluss: Danach landeten durchschnittlich jede Nacht noch fast 7 Maschinen. Daher ist eine Verschärfung der Nachtflugbestimmungen dringend erforderlich.

Details finden Sie in der PDF-Datei.

Der Flughafen hat die Einbußen durch die Air-Berlin-Pleite in 2017 inzwischen wieder vollständig aufgeholt. Im Juli war die Anzahl der Flugbewegungen so hoch wie noch nie – erstmals über 20.000 Starts und Landungen der Charter- und Linienflüge in einem Monat.

Dabei haben die Verspätungen dramatisch zugenommen, 74% der starteten mindestens 15 min nach der eigentlich geplanten Zeit. Das zeigt, dass der Flughafen heillos überlastet ist.

Die Nachtflüge haben zwar etwas abgenommen, es gab im Juli knapp 200 Landungen nach 23 Uhr. Das sind aber immer noch durchschnittlich 6,5 verspätete Landungen pro Nacht – 6,5 zu viel. In keiner einzigen Nacht war um 23 Uhr wirklich Ruhe. Überproportional vertreten ist wieder einmal die TUIfly.

Details finden Sie in der PDF-Datei.

Am Flughafen Düsseldorf haben die Flugbewegungen im Juni um +5,2% zugenommen.

Bei den Nachtflügen gab es unterschiedliche Tendenzen: Einerseits gab es nach 22 Uhr die meisten Nachtflüge seit 3 Jahren (durchschnittlich 41,9 Flüge nach 22 Uhr pro Nacht) und die zweithöchsten je ermittelten Werte, andererseits waren die verspäteten Flüge nach 23 Uhr zwar höher als in den letzten Monaten – wie im Juni üblich – aber niedriger als jeweils im Juni der letzten Jahre. Das lag aber auch an der recht günstigen Witterung, es gab nur wenige Gewitter.

Bei den Fluggesellschaften ist Laudamotion inzwischen der größte Verspätungsmeister, TUIfly hat sich etwas gebessert. Allerdings konnte auch Eurowings seine Versprechen im Juni nicht einhalten und hatte ebenfalls überdurchschnittlich viele Nachtverspätungen. Das Problem ist also nach wie vor nicht gelöst und kann nur mit einer Verschärfung der Nachtflugbestimmungen beantwortet werden.

Am Flughafen Düsseldorf haben im Mai +8,3% mehr Starts und Landungen stattgefunden als im Mai des Vorjahres, wo es mit den Nachwirkungen der Air-Berlin-Pleite jedoch erhebliche Rückgänge gab. Bezogen auf den Mai 2017 waren es -2,7% weniger.

Die Nachtverspätungen waren im Vergleich zum Monat Mai der Vorjahre relativ niedrig. Dennoch landeten durchschnittlich immer noch mehr als 4 verspätete Flüge pro Nacht nach 23 Uhr. Die Maßnahmen der Eurowings zeigen offensichtlich Wirkung, „Verspätungsmeister“ ist klar TUIfly mit einem Anteil von 63% der Landungen nach 23:30 Uhr.

Am Flughafen Düsseldorf haben im April +12,5% mehr Starts und Landungen stattgefunden als im April des Vorjahres, wo es mit den Nachwirkungen der Air-Berlin-Pleite jedoch erhebliche Rückgänge gab. Bezogen auf den April 2017 waren es nur +0,7% mehr. Die Nachtverspätungen hielten sich im April noch einigermaßen im Rahmen, die Sommersaison hat aber trotz Osterferien noch nicht wirklich begonnen.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass TUIfly und Laudamotion die „Verspätungsmeister“ werden. Fast die Hälfte der Landungen nach 23:30 Uhr werden durch TUIfly verursacht.

Laudamotion hatte am 10. April den sog. Homebase-Carrier-Status bekommen, der zu Landungen bis 24 Uhr berechtigt. In der Woche danach nutzten sie den HBC-Status gleich 4 mal aus.

Eurowings hat dagegen seine Nachtflüge reduziert und landet nur noch relativ selten nach 23 Uhr.

Am Flughafen Düsseldorf haben im März 2019 +9,3% mehr Starts und Landungen stattgefunden als ein Jahr zuvor. Das letzte Frühjahr war aber immer noch geprägt von dem Rückgang nach der Air-Berlin-Pleite ist. im Vergleich zum März 2017 waren es knapp 1% weniger Starts und Landungen.

Die Nachtverspätungen haben wieder etwas zugenommen, wobei es auch einige Störungen gab (Sturm, an einem Tag musste das Terminal komplett geräumt werden, einmal ist die Anzeigentafel über Stunden ausgefallen). Wir wollen den Flughafen nicht in Schutz nehmen – er behauptet ja selbst immer wieder, Luftverkehr wäre anfällig, und sollte sich daher auf solche Störungen einstellen – aber das Ergebnis lässt noch keine Aussagen über das zu, was uns in diesem Sommer erwartet.

Am Flughafen Düsseldorf haben im Februar 2019 +9,3% mehr Starts und Landungen stattgefunden als ein Jahr zuvor. Nach dem Rückgang im vergangenen Jahr wegen der Air-Berlin-Pleite ist das der höchste Wert seit 8 Jahren.

Die Nachtverspätungen hielten sich glücklicherweise einigermaßen in Grenzen, auch wenn es in Düsseldorf nach wie vor mehr sind als am dreimal größeren Flughafen Frankfurt. Die größte Fluggesellschaft in DUS, Eurowings, hat sich mit Verspätungen tatsächlich zurückgehalten. Das Versprechen, keine Landungen mehr nach 22:15 Uhr zu planen, um genügend Luft für alle Landungen vor 23:00 Uhr zu haben, ist von der Fluggesellschaft allerdings noch nicht umgesetzt. Die letzten Landungen sind üblicherweise gegen 22:35 Uhr geplant. Daher ist es noch zu früh, eine wirkliche Verbesserung zu feiern. Wie nachhaltig das ist, wird sich erst im Sommer zeigen.

Der Flugverkehr am Flughafen Düsseldorf hat im Januar gegenüber dem gleichen Vormonat um 15% zugenommen und auch gegenüber Januar 2017 um 4,4%. Der Wahnsinn geht also weiter.

Dass der Flughafen einzig und allein am Profit orientiert ist und keine Rücksicht auf die Anwohner nimmt, kann man an zwei Nächten im Januar erkennen: Es war Schnee gefallen, und der Flughafen hat es nicht geschafft, alle Flüge pünktlich starten zu lassen, weil die Enteisungskapazitäten viel zu klein sind. Details sind am Ende der Auswertung dargestellt.

Auch die Pressemeldung des Flughafen, dass die Nachtflüge nach 23 Uhr seit November stark abgenommen hätten, ist nur auf die chaotische Situation nach der Air-Berlin-Pleite im letzten Jahr zurückzuführen. Gegenüber dem Zeitraum Nov 16 bis Jan 17 sind die Nachtflüge um 10% gestiegen. Von einer Trendumkehr kann also noch keine Rede sein.

Das Jahr 2018 war geprägt zunächst von einem Rückgang der Flugbewegungen infolge der Air-Berlin-Pleite im Oktober 2017. Dennoch stieg die Anzahl der Nachtflüge nach 22 Uhr und erst Recht nach 23 Uhr an und hat selbst die Rekordwerte des Vorjahres noch einmal übertroffen. Das zeigt die dramatische Situation im Luftverkehr insgesamt und erst Recht am Flughafen Düsseldorf. Eine Ursache ist aber auch, dass sich der Luftverkehr immer mehr auf den touristischen Verkehr verlagert und durch Billigflieger abgewickelt wird – mit den bekannten Folgen.

In den letzten beiden Monaten des Jahres wurden auch insgesamt wieder Rekordwerte erzielt, was für das nächste Jahr nichts Gutes erwarten lässt.

„Versachlichung der Diskussion über die Nachtflüge“
Der Flughafen veröffentlicht auf seiner Homepage einen „Pünktlichkeitsreport“ …

Diskussionsbeiträge zum Luftverkehr am Flughafen Düsseldorf