Die Jahreshauptversammlung des über 6.500 Mitglieder zählenden Vereins Bürger gegen Fluglärm fand in diesem Jahr am 10. Oktober in Essen-Kettwig statt. Rd. 50 Zuhörer, darunter auch Dr. Krüger (FDP), Ratsmitglied der Stadt Essen, verfolgten die Berichte des einstimmig wiedergewählten Vorstandes, die sich mit den Fragen der immer weiter zunehmenden Nachtflüge, der Lärm- und Schadstoffbelastung, unnötigem Lärm durch Flachstarts und den drohenden Folgen des neuen Antrags des Flughafens beschäftigten.

Die Vertröstung des auf eine schnelle Genehmigung drängenden Flughafens auf 2022 sei ein großer Erfolg des Vereins, der mit 28.000 der über 40.000 Einwendungen rd. 70% aller Einwendungen gesammelt habe. Die Landesregierung solle sich bewusst sein, dies bestätigte auch ein Zuhörer eines Flughafen-Vortrags, dass eine erneute Erfüllung aller Flughafenwünsche das Aus für die Flughäfen Münster-Osnabrück, Paderborn, Dortmund und Weeze bedeuten würde. Zudem habe der Flughafen zugeben müssen, dass es ihm v.a. um die Randstunden ginge, nur hier würden weitere Slots nachgefragt, während tagsüber oft genug genügend Luft sei.

Die Entwicklung der Nachtflüge verdeutlichen die beiden folgenden Charts (die Gesamt-FB stagnieren bei ca. 200.000, möglich nach jetziger Genehmigung wären 260.000!):